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Katholische Kirche St. Fidelis

Seit September 2018 wird die katholische Kirche St. Fidelis für das Spirituelle Zentrum Station S umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2019 geplant. Bis dahin bleibt die Kirche geschlossen. Von Zeit zu Zeit öffnen wir die Türen, um über den Baufortschritt und unsere Pläne und kommenden Angebote zu informieren.

Die Kirche St. Fidelis blickt auf eine bewegte, fast 100-jährige Geschichte zurück. Sie wurde 1924-25 nach den Plänen des Architekten Prof. Clemens Hummel erbaut. Gemeinsam mit der Kath. Herz-Jesu Kirche in Stuttgart / Gaisburg (ebenfalls von Clemens Hummel) wird der Kirchenbau architekturgeschichtlich in eine Übergangsphase zwischen Historismus und Neuer Sachlichkeit eingeordnet.

Die Typologie der frühchristlichen Basilika in Italien diente dem Architekten als Vorbild. Dem dreischiffigen Binderbau aus Eisenbeton ist ein erhöht liegender Arkadenhof (Paradies) vorgelagert, der durch die betonte Ordnung der Rundsäulen bestimmt wird. Die nach Westen anschließende Giebelwand des Kirchenschiffes ist durch Lisenen vertikal gegliedert und wird von einem Aufbau gekrönt, der die Glocken trägt.

Die Figuren auf dem Portalgesims zeigen Jesus Christus wie er die Märtyrerkrone an den Heiligen Franziskus und den Heiligen Fidelis überreicht. Die künstlerischen Elemente des Hauptportals wurden vom Stuttgarter Künstler Prof. Joseph Zeitler geschaffen. Der gelbe Schilfsandstein für die Fassadengestaltung wurde aus dem Abbruchmaterial des ersten Stuttgarter Hauptbahnhofs in der Bolzstraße gewonnen. Den dreischiffigen Kirchenraum gliedern sechs durch Eisenbetonbinder verbundene Arkadenjoche, über denen sich eine kassettierte Holzdecke wölbt.

In der Nacht des 12. Sept.1944 brannte die Kirche St. Fidelis bei einem Bombenangriff bis auf die Außenmauern aus. Nach dem Wiederaufbau der Kirche in den Nachkriegsjahren wurde 1964 der Kircheninnenraum durch den bekannten Kirchenarchitekten Rudolf Schwarz nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils neu gestaltet.

Die Bildtafeln des Kreuzwegs und drei Glasfenster wurden vom Künstler Prof. Georg Meistermann geschaffen. Das Kircheninnere wurde 1995 renoviert. Im Jahre 2005 wurde durch die Orgelmanufactur Vleugels, Hardheim, eine neue Orgel eingebaut. Der Orgelprospekt wurde von der Künstlerin Anina Gröger, Pforzheim, bemalt. Im Rahmen der Außensanierung 2009/2010 musste aus Sicherheitsgründen das Geläut der Kirche erneuert werden. 6 neue Glocken mit der Tonfolge gis’- h’ - cis’ - dis’’ - e’- fis krönen heute den Dreiecksgiebel. Die Katholische Kirche St. Fidelis wurde 1978 in das Landesverzeichnis der Baudenkmale in Württemberg eingetragen und ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. (DSchG §12)

Katholische Kirche St. Fidelis | Seidenstr. 41 | 70174 Stuttgart | stfidelis.stuttgart@drs.de