StartseiteKircheDer heilige Fidelis

Heiliger Fidelis von Sigmaringen, Märtyrer
Am 13. Dezember 1925 wurde die neu erbaute Kirche an der Seidenstraße von Bischof Paul Wilhelm Keppler auf den Namen St. Fidelis geweiht. Der Schutzpatron und Namensgeber der Kirche wurde 1578 als Marcus Roy in Sigmaringen geboren. Der Sohn eines Gastwirts studierte ab 1598 Philosophie und Rechtswissenschaften in Freiburg. Mehrere Reisen führten ihn nach Frankreich, Italien und Spanien bevor er beide Studienfächer mit einem Doktortitel abschloss. In der Folgezeit machte der junge Advokat Karriere und wurde Beisitzer am obersten Gerichtshof. Entmutigt und enttäuscht durch die erlebte Misswirtschaft und Korruption tritt Marcus Roy unter dem Ordensnamen Fidelis (der Treue) in den Kapuzinerorden ein. Nach seiner Priesterweihe 1612 in Konstanz wirkte er fortan als Prediger und Seelsorger in Baden und Vorarlberg, im Elsass und in Graubünden. Er widmete sich ganz besonders der Busse und der Sühne, setzte ganz auf die Kraft des Gebetes, verlängerte freiwillig die Gebetszeiten, und fastete streng über Monate hin. Durch seine Predigttätigkeit während des dreißigjährigen Kriegs sollte er die Menschen vom katholischen Glauben überzeugen. So wurde er mit der Bekehrung der Calvinisten in Graubünden beauftragt Am 24. April 1622 stirbt Fidelis nach gewaltsamen Auseinandersetzungen in Seewis. Am 29. Juni 1746 wird er von Papst Benedikt XIV. heilig gesprochen. Er ist der erste Märtyrer des Kapuzinerordens. Seine Reliquien werden im Kapuzinerkloster in Feldkirch aufbewahrt. Sein Namenstag wird am 24. April gefeiert.

Gebet

„Gütigster Jesus, bewahre mich davor, dass ich je einen Menschen, und mag er mich noch so hassen und verfolgen, verachte, gering schätze, ihn herabsetze oder mich von ihm abwende. Lass in mir niemals Hass oder auch nur eine bittere Empfindung gegen ihn aufkommen, und lass nicht zu, dass ich an seiner Besserung verzweifle, solange er lebt.“ (Aus den Aufzeichnungen des hl. Fidelis)