StartseiteDie Kirchenmaus von St. FidelisInformationen

Warum wurden die Glocken hinter "Fensterläden" ver

Die Kirchenmaus informiert:

Frage:
Warum wurden die Glocken hinter "Fensterläden" versteckt?
Antwort:
Am 18. Oktober 2009 hatte Weihbischof Kuhnle unsere sechs neuen Glocken geweiht und jeder, der bei diesem feierlichen Gottesdienst dabei war, konnte die Glocken Christus, Maria, Paulus, Fidelis, Rupert Mayer und Edith Stein im Kirchhof aus nächster Nähe bewundern, bevor sie in den Glockenturm gebracht wurden.
Sie rufen nicht nur die Gläubigen zum Gottesdienst, sondern sie sind zwischenzeitlich fester Bestandteil in der Liturgie, wenn die Paulus-Glocke bei der Wandlung und die Edith-Stein-Glocke beim Gedenken an die Verstorbenen geläutet werden.
Anfang Juli 2012 wurden die Glocken "versteckt". Die Firma Bachert hat mit nachbarschaftlicher Unterstützung des Baukrans von der Baustelle "Paulinenhilfe" sogenannte Schallläden angebracht. Die Konstruktion musste speziell für St. Fidelis angefertigt werden.
Mit Hilfe dieser Schallläden kann die Klangintensität gesteuert werden: in der direkten Umgebung wird sie reduziert und die Klangfrequenz wird auf die weitere Entfernung gelenkt. Der Glockenturm ist somit ein eigener Ressonanzraum, bei dem sich die Töne zunächst vermischen, bevor sich diese auf das Umfeld übertragen. Die hohen Teiltöne lösen sich auf, die tieferen Teiltöne verbreiten sich.

Neben dem verbesserten Glockengeläut dienen die Schalläden auch zum Schutz vor Regen, Schnee, dienen zur Taubenabwehr und dann "klappts auch mit dem Nachbarn".

Zum Schluss möchte ich noch an das Weihegebet von Bischof Kuhnle erinnern:
„Herr, des Himmels und der Erde, dich preist deine Schöpfung. Im Himmel und auf der Erde erschallt dein Lob. Voll Vertrauen bitten wir dich:
Segne diese Glocken, die dein Lob künden. Sie sollen deine Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen, die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten. Segne alle, zu denen der Ruf dieser Glocken dringen wird und führe so deine Kirche von überallher zusammen in dein Reich. Das gewähre uns durch Christus, unseren Herrn.“


Seid pfiffig gegrüßt von Eurer Kirchenmaus

Glocken im Samstagabendgottesdienst

Die Kirchenmaus informiert:

Frage:
Warum wird beim Gottesdienst am Samstag Abend die Eingangsglocke von den Ministranten nicht mehr geläutet?
Antwort - nach Rücksprache mit der Messnerin:
Seit wir unsere neuen Glocken in St. Fidelis haben, können wir uns wieder lautstark am Sonntagsläuten beteiligen.
Am Samstag Abend um 18 Uhr beginnen viele Kirchen in Stuttgart den Sonntag einzuläuten. Es ist ein unüberhörbares Zeichen, dass der Sonntag beginnt, die Arbeit ruhen soll und die Menschen sich nun auf den "Tag des Herrn" einstimmen können. Außerdem gehört der Vorabend-Gottesdienst liturgisch bereits zum Sonntag. Die Glocken von St. Fidelis beginnen 17:55 Uhr und läuten 7 Minuten lang, sodass auch noch zu Beginn des Gottesdienstes das wunderschöne Geläut zu hören ist, insbesondere wenn die Messnerin noch zusätzlich die Türen der Sakristei öffnet. Punkt 18:00 Uhr tritt während des Geläuts der Priester mit den Ministranten vor den Altar, eröffnet damit den Gottesdienst und wartet bis das Sonntagsläuten endet.

Ein nachträgliches Ziehen an der Eingangsglocke würde diese (Ein-)Stimmung verletzen. Schön, dass wir uns so harmonisch in das Wochenende begleiten lassen dürfen!

Seid pfiffig gegrüßt von Eurer Kirchenmaus.

Springerle zu Weihnachten

Die Kirchenmaus informiert:
 
Frage:
Warum werden nach den Gottesdiensten an Weihnachten Springerle verteilt?
Antwort:
Kurz vor den Weihnachtstagen duftet es im Meditationsraum herrlich nach Anis und süßem Gebäck.
Ich habe mal meine Schnauze in eine Schachtel gesteckt und festgestellt, dass wunderschöne kleine, weiße Kekse enthalten sind. Mmmmmmh – mir lief das Wasser im Maul zusammen. Ich habe mich mal kundig gemacht, warum es diese Leckereien nur an Weihnachten gibt.
Das Kleingebäck sind „Springerle“; für die Namensherkunft gibt es zwei Erklärungen: Einige sagen, dass der Name von einem Springreiter stammt, der früher in vielen Model-Formen enthalten war und andere sind der Meinung, dass es vom Aufspringen des Teigs während des Backvorgangs kommt. Auf alle Fälle ist es wichtig, dass die Springerle an der Oberfläche schön weiß bleiben und ein Füßle haben. Dieses Weihnachtsgebäck gibt es bereits seit dem Mittelalter und hatte seinen Ursprung in der kirchlichen Hostienbäckerei. Die Motive waren zunächst biblische Geschichten und christliche Symbole und wurden dann durch Glücksymbole wie Herz oder Lebensbaum erweitert. Früher hatte jede Familie ihre eigenen kunstvoll geschnitzten Holzmodel, auf die sie sehr stolz war und damit waren die Springerle ein sehr beliebtes Geschenk zu den kirchlichen Hochfesten.
Angeknüpft an diese schöne Tradition werden auch in St. Fidelis seit vielen Jahren die Springerle an die Gottesdienstbesucher verteilt, verbunden mit dem Wunsch für ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Seid pfiffig gegrüßt von Eurer Kirchenmaus.